Facherzieher/in für Integrativ- und Inklusionspädagogik

Facherzieher/in für Integrativ- und Inklusionspädagogik

Information zur Qualifizierung Inklusionspädagogik (230,5 KiB)

Facherzieher/in für Integrativ- und Inklusionspädagogik

Weiterbildung in 6 Modulen
Erzieherinnen und Erzieher stehen zunehmend vor der Herausforderung, die Integration besser noch die Inklusion von Kindern mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten oder Leistungsstörungen und einem sehr individuellen Förderbedarf im pädagogischen Alltag zu begleiten. Der Alltag mit Kindern, welche sich nicht an Regeln halten können, andere schlagen oder sich ganz in sich zurückzuziehen, ist für die pädagogischen Fachkräfte - aber auch für die gesamte Gruppe - täglich eine Herausforderung.
Diese berufsbegleitende Weiterbildung hat zum Ziel, Erzieherinnen und Erzieher in einem längerfristigen, kontinuierlichen Lernprozess für die Arbeit mit auffälligen Kindern zu qualifizieren, Krankheitsbilder kennen zu lernen und pädagogische Konzepte zu entwickeln, welche es Kindern mit einem besonderem Bedarf möglich machen, zum Beispiel in einer Kindertagesstätte zu leben und zu lernen, aber auch sich mit den Grenzen der eigenen Möglichkeiten auseinander zu setzen.

Modul 1 (Frau Ulrich) 07. – 09.05.2020
Rechtliche Rahmenbedingungen für die Betreuung von Kindern mit einem erhöhten Förderbedarf in Kindertagesstätten
Grundhaltung und Reflexion der eigenen Pädagogik (Konzeption) unter dem Stichwort „Integration und Umsetzung der Anforderungen des Orientierungsplanes für Bildung und Erziehung Baden – Württemberg“

Modul 2 24. – 25.07.2020

Konzeptions- und Raumentwicklung, um Kindern mit besonderen Bedürfnissen gerecht zu werden: Was ist eine Auffälligkeit und wie viel Auffälligkeit verträgt unsere Kindertagesstätte
Einschuluntersuchung heute
Herausarbeiten der individuellen Praxisthemen

Modul 3 (Herr Fleischer 09. – 10.10.2020
Die Kindeswohlgefährdung; Rechtlicher Rahmen/ Verfahren 8a SGB VIII
Erkennen von latenter und akuter Kindeswohlgefährdung
Risikoabwägung und die Konsequenzen für das weitere Vorgehen
Kooperation mit dem Jugendamt - Dokumentation

Modul 4 (Frau Jurgan) 15. – 16.01.2021
Entwicklungspsychologie – emotionale und soziale Entwicklung
Wie unterscheidet sich normal – auffällig und krank
Störungsbilder von Kindern in Kindertagesstätten
Diagnostische Verfahren - Therapeutische Verfahren

Modul 5 (Frau Herb bzw. Frau Bogner-Rudolph) 09. – 10.04.2021
Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein bei Kindern in besonderen Lebenslagen
Körpererfahrungen als Möglichkeit der Selbstwahrnehmung und um das
Selbstbewusstsein zu förder, Praktisches für die Praxis

Modul 6 (Frau Baum, Frau Herb) 08. – 10.07.2021
Besonderheiten der Elternarbeit
Fachgespräch/Kolloquium mit Vorstellung der erarbeiteten Lernthemen
Auswertung der Weiterbildung mit Zertifikatsübergabe

Neben der Vermittlung von Wissen und theoretischen Grundlagen zu den Themenbereichen in den einzelnen Modulen ist uns die praktische Umsetzbarkeit ein wichtiges Anliegen. Deshalb sind 4 Stunden Praxisberatung/Supervision je Modul ein fester Bestandteil dieser Weiterbildung.
Außerdem sucht sich jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer im 2. Modul ein an ihrem/seinem besonderen Interesse orientiertes Praxisthema aus. Mit diesem Thema beschäftigen sich die Teilnehmer individuell in ihrer täglichen Praxis, dokumentieren Erkenntnisse, Erfahrungen, Lerneffekte und reflektieren das eigene Handeln. Im letzten Modul werden die Lernergebnisse in Form eines Fachgespräches in der Gruppe vorgestellt.

Die Teilnehmenden erhalten nach Abschluss der Weiterbildung (Teilnahme an allen Modulen, Arbeit am Praxisthema und Teilnahme am Fachgespräch) das Zertifikat: „Facherzieherin für Integrations- und Inklusionspädagogik“

Seminarleitung:
Heike Baum, Erzieherin, Spielpädagogin, Supervisorin (DGSv), Balintgruppenleiterin
Fachreferenten/ Fachreferentinnen
Gabriele Ulrich, Referentin beim Kommunalenverband für Jugend und Soziales (KVJS)
Gerhard Fleischer, Dipl. Sozialpädagoge; Analytischer Gestalttherapeut, Dipl. Supervisor (DGSv), Insofern erfahrene Fachkraft und Multiplikator Kinderschutz
Sabine Jurgan, Psychologin, Kinderklinik Maulbronn

Seminarzeiten:
Modul 1 und 6, jeweils donnerstags, 15.00 – 19.00 Uhr,
freitags und samstags jeweils 9:00 – 16:00 Uhr
Modul 2-5, jeweils freitags, 09:00 – 16:00 Uhr, samstags 09:00 – 13:00 Uhr

Insgesamt umfasst die Weiterbildung 150 Unterrichtseinheiten. Hierin enthalten ist für einzelne Module vorbereitendes Literaturstudium und die Planung, Durchführung sowie Dokumentation des Praxisprojektes.

Kosten:
210,00 € Seminargebühr je Modul (inkl. Seminarunterlagen und Zertifikat)
30,00 € Verpflegung je Modul (kalte/warme Pausengetränke, Gebäck, Obst und Mittagsimbiss)


Die Teilnehmerzahl ist auf 16 Personen begrenzt.


Veranstalter:
Haus der Familie/Familienbildung Westlicher Enzkreis e.V.
Am Hasenstock 23, 75334 Straubenhardt, Tel. 07082-929550, Fax 07082-929564
Mail: kontakt@hdf-straubenhardt.de; www.hdf-straubenhardt.de

Ihre Ansprechpartnerin: Heike Herb, Leiterin Haus der Familie

Das Haus der Familie ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe (§75 SGB VIII)
und anerkannt vom Kultusministerium Baden Württemberg für die Durchführung der Fortbildungen zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten.