Weiterbildung in 5 Modulen

Zertifizierung zur Fachkraft für Partizipation und Elternberatung

Die Arbeit einer Erzieher*in im Kindergarten ist in den letzten Jahren vielfältiger und anspruchsvoller geworden.
Die Kinder kommen schon im ganz frühen Alter in die Betreuung; der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund nimmt zu; frühkindliche Erziehung und Bildung wird expliziter von Trägern und Eltern eingefordert; die Lebensentwürfe und das Rollenverständnis der Eltern – vor allem der Frauen und Mütter – werden vielfältiger und ungleichartiger. Die Gespräche mit den Eltern gehen oft weit über Small-Talk oder Austausch zu den Kindern hinaus.
Aber auch die Erzieher/innen sehen mehr: im Sozial- und Lernverhalten der Kinder, an Entwicklungsverzögerungen und schwierigen Verhaltensweisen. Sie ahnen häufig Zusammenhänge mit der Situation in der jeweiligen Familie.

Diese Weiterbildung will helfen und anregen, das Zusammenwirken von Kindergarten und Familie, von Mutter/Vater und Erzieher*in genauer in den Blick zu nehmen. Dabei gilt es, besser zu verstehen, was die Beteiligten bewegt, was an Mustern und Kräften sichtbar wird. Die Teilnehmenden werden lernen, das Erkannte selbstbewusst und kompetent in die Elternarbeit einzubringen.
Themenkomplexe:
1.Kindergarten und Familie, zwei Systeme/Organisationen mit jeweils unterschiedlicher Dynamik und Zielsetzung treffen aufeinander.
Was passiert? Wo gibt es gemeinsame Interessen und Ziele? Wo sind unterschiedliche Interessen und Erwartungen im Spiel? Wie kann ein erfolgreiches Miteinander gelingen?
2.Die Familie hat ihre eigene Dynamik. Über das Kind kommt sie in den Kindergarten.
Wie kann ich diese Dynamik mit ihren Gesetzmäßigkeiten erfassen? Wie kann ich zu einer „Diag-nose“ kommen? Wie kann ich Kompetenzen im System erkennen, sie spiegeln und für die positi-ve Zusammenarbeit mit den Eltern nutzbar machen.
3.Dem Gespräch mit Eltern/Vater/Mutter kommt dabei eine wichtige Funktion zu. Es geht um Ein-fühlung, Konfliktfähigkeit, Reflexion der eigenen Anteile.
Wie kann ich meine Gesprächsführung verbessern?
4.Erarbeiten eines eigenen Projektes. Das Projekt wird schriftlich niedergelegt und im letzten Tref-fen in der Kursgruppe vorgestellt.

Leitung:Erna Grafmüller, Diplompädagogin und Supervisorin (DGSv);
Bruno Gittinger, Familientherapeut und Supervisor (DGSv).

Vier dreitägige Kursabschnitte und ein zweitägiges Abschlusskolloquium.
Modul 1: 26. – 28. November 2018
Modul 2: 25. – 27. März 2019;
Modul 3: 08. – 10. Juli 2019;
Modul 4: 04. – 6. November 2019. jeweils 9:00 - 16:30 Uhr

Modul 5: Abschlusskolloquium mit Vorstellung der Projekte: Februar 2020.
Zwischen den Kursabschnitten treffen sich die Teilnehmer*innen 4 mal in kleineren Gruppen zur Weiterarbeit und zum Austausch über die jeweiligen Projekte.
Am Ende der Weiterbildung wird ein Zertifikat ausgestellt.

Kosten: 360,00 Seminargebühr je Modul (incl. Seminarunterlagen und Zertifikat) 30,00 € Verpflegung je Modul (kalte /warme Pausengetränke, Zwischenmahlzeit, Obst, Mittagessen und Gebäck)